Ausbildung als Pflegefachmann/-frau

Der Pflegefachmann bzw. die Pflegefachfrau betreut und versorgt selbständig und eigenverantwortlich Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen der Pflege: in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Altenpflege.

Darüber hinaus führt er*sie ärztliche Anordnungen durch, assistiert dem Arzt, dokumentiert Patientendaten und wirkt bei der Qualitätssicherung mit.

Ausbildung als Pflegefachmann/-frau auf einen Blick

AbschlussPflegefachmann/frau, staalich anerkannt
Dauer3 Jahre in Voll- oder Teilzeit
BeginnApril (Bewerbungsfrist Ende Februar)
Oktober (Bewerbungsfrist Ende August)
OrtHeidelberg oder Darmstadt
monatl. Gebühr 0,00 EUR (Förderung vom Land)
Vergütungdurch die Praxis-Einrichtung

Ablauf und Inhalte der Ausbildung als Pflegefachmann / Pflegefachfrau

Der Lehrplan folgt den Rahmenlehrplänen der Fachkommission und beinhaltet:

  • Ausbildungsstart - Pflegefachfrau/-mann werden
  • Zu pflegende Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützen
  • Erste Pflegeerfahrungen reflektieren - verständigungsorientiert kommunizieren
  • Gesundheit fördern und präventiv handeln
  • Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken
  • In Akutsituationen sicher handeln
  • Rehabilitatives Pflegehandeln im interprofessionellen Team
  • Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten
  • Menschen in der Lebensgestaltung lebensweltorientiert unterstützen
  • Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in Pflegesituationen fördern
  • Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen und kognitiven Beeinträchtigungen personenzentriert und lebensweltbezogen unterstützen

Gegen Ende der Ausbildung werden außerdem zunehmend systemische Kontexte einbezogen, wie familiäre, soziale, kulturelle oder institutionelle Kontexte und Strukturen.

Aufgabe des Trägers der praktischen Ausbildung ist es, einen Ausbildungsplan zu erstellen, auf dessen Grundlage die Ausbildung inhaltlich und zeitlich strukturiert erfolgt. Dieser ist Teil des Ausbildungsvertrages und wird mit dem Lehrplan der Berufsfachschule abgestimmt.

Der theoretische und fachpraktische Unterricht mit einem Umfang von insgesamt 2100 Stunden finden in unserer Berufsfachschule statt.

Die praktische Ausbildung mit einem Umfang von insgesamt 2500 Stunden findet zum einen bei Ihrem jeweiligen Träger der praktischen Ausbildung - d.h. dem Krankhaus, der voll- und teilstationären Pflegeeinrichtung oder dem ambulanten Pflegedienst, mit dem Sie einen Vertrag abgeschlossen haben -  statt.

Pflegefachleute sind Generalisten
Da die Pflegefachkraft-Ausbildung alle Bereiche der Pflege umfasst, haben Sie zum anderen diverse weitere Praxiseinsätze in anderen Pflegeeinrichtungen.

Unterricht / Projekte / Workshops

In den ersten beiden Jahren findet eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung statt.

Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen möchten, schließen ihre Ausbildung mit der EU-weit anerkannten Berufsbezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann ab.

Auszubildende, die ihren Schwerpunkt in der Pflege alter Menschen bzw. in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sehen, können einen gesonderten Abschluss als Altenpfleger*in bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in erwerben.

Das Wahlrecht steht den Auszubildenden zu und soll vier (frühestens sechs) Monate vor Beginn des letzten Ausbildungsjahres ausgeübt werden, damit sie bis dahin alle maßgeblichen Einsatzbereiche bereits einmal kennengelernt haben.

Bewegungslehre

Teil unserer Ausbildung ist auch die Bewegungslehre nach kinästhetischen Prinzipien. Der Begriff Kinästhetik setzt sich aus Kinästhesie (die Lehre von der Bewegungswahrnehmung) und Ästhetik (die Wissenschaft des Schönen) zusammen.

Eine mögliche Übersetzung des Begriffes Kinästhetik wäre die Lehre von den angenehmen und/ oder schönen Bewegungen. Im Unterricht werden unter anderem die grundlegenden Gewichtsverlagerungen in der kinästhetischen Mobilisation durch praktische Übungen vermittelt. Außerdem wird die rückenschonende Haltung für das Heben und Tragen im Alltag gelehrt.

Medizin

Vermittlung intensiver anatomischer und physiologischer Kenntnisse der menschlichen Organsysteme sowie der wichtigsten Krankheitsbilder. Zusätzliche Ausbildungsinhalte sind psychiatrische Krankheitsbilder sowie Ernährungslehre mit Bezug auf gesunde Ernährung.

Exkursionen

Mehrtägige (Auslands-) Exkursionen gehören ebenso zur Ausbildung wie regelmäßige Ausflüge und die Teilnahme an pflegerelevanten Kongressen. Neben den allgemeinen Theoriefächern in den Schulungsräumen ermöglichen wir unseren Auszubildenden durch verschiedene Projekte, Praxisaufgaben, Theater- und Kinobesuche, Kabarett und weitere Aktivitäten, ihr Berufsverständnis zu fördern, zu erweitern und zu festigen, um dadurch den Theorie-Praxis-Transfer zu gewährleisten.

Wahrnehmung und Kommunikation

Basale Stimulation ist ein praxisorientiertes Konzept in der Betreuung wahrnehmungsveränderter und/oder orientierungsbeeinträchtigter Menschen. Durch Aktivierung und Anregung auf Basis dieses Ansatzes helfen wir betroffenen Menschen mit der Umwelt zu kommunizieren.

Praktische Übungen zu ausgewählten Beispielen verbinden Theorie und Praxis sowie verschiedene Konzepte miteinander. Ein Beispiel hierfür ist die Aromapflege. So finden hier Übungen wie Hand-Arm-Massage, orofaciale Stimulation („Gesichtsmassage“), basal- beruhigende oder anregende Waschungen statt.

 

Notfallmanagement- und Skills Training-Seminare

Training-Seminare In Workshops werden Grundkenntnisse und Maßnahmen der Ersten Hilfe, des Notfallmanagement und des Skills Training vermittelt und praktisch geübt.

Praktischer Teil der Ausbildung

Den praktischen Teil Ihrer Ausbildung absolvieren Sie in stationären Pflegeeinrichtungen,
Krankenhäusern oder bei ambulanten Pflegediensten.

Mit einem solchen Träger schließen Sie auch Ihren Ausbildungsvertrag und
von ihm erhalten Sie Ihre Ausbildungsvergütung.

Während Ihrer Ausbildung beraten und begleiten wir Sie individuell und arbeiten eng mit Ihren Praxisstellen zusammen. Ein Auslandspraktikum ist selbstverständlich möglich. Wir unterstützen Sie gerne dabei.


So gliedert sich die praktische Ausbildung:
 

ᐅ Orientierungseinsatz beim Träger der praktischen Ausbildung

ᐅ Pflichteinsätze in der 

  • allgemeinen Akutpflege in stationären Einrichtungen
  • Langzeitpflege in stationären Einrichtungen
  • ambulanten Akut- und Langzeitpflege

Alle Auszubildenden durchlaufen die gleichen Pflichteinsätze. Die Pflichteinsätze in der allgemeinen Pflege und der Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung müssen bis zum Ende des zweiten Ausbildungsdrittels absolviert werden.

ᐅ Pflichteinsätze in speziellen Bereichen der 

  • pädiatrischen Versorgung (kann bis Ende 2024 mit zwischen 60-120 Stunden eingeplant werden)
  • allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrischen Versorgung


ᐅ weitere Einsätze z.B. Hospiz, Beratungsstellen etc.

ᐅ Vertiefungseinsatz, letzter Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung (500 Std.)

Schwerpunkte und Besonderheiten

Um unsere Schüler immer auf dem neusten Stand ausbilden zu können, unterhalten wir zusätzlich Zentren mit besonderen praktischen Schwerpunkten:

Zentrum für Training und Transfer (ZeTT)

Für die Umsetzung der theoretischen Inhalte in praktische Handlungsfertigkeiten steht ein modernes Trainingszentrum zur Verfügung. Die zukünftigen Pflegefachleute erhalten hier in einem geschützten Rahmen ihre Kompetenzen für die Berufsausübung. Dabei steht die Selbsterfahrung im Vordergrund.

Zentrum für Robotik in der Pflege (ZeRP)

Wir gestalten den Unterricht modern, zukunftsweisend und praxisnah, um den technischen Fortschritt in die Pflege zu implementieren. Hierzu kooperieren wir mit einer Vielzahl von kleineren und größeren Pflegeeinrichtungen im stationären und ambulanten Bereich. Darüber hinaus arbeiten wir interdisziplinär mit anderen F+U Berufsfachschulen (Physiotherapie, Ergotherapie u.a.) zusammen.

Wir bilden die Schnittstelle zwischen unseren Schüler*innen, den Kooperationspartnern und den Herstellern der Pflegeroboter.

Berufsintegrierte Sprachförderung

Sprachliche und fachsprachliche Kompetenzen sind ein notwendiger Bestandteil im beruflichen Alltag und werden vorausgesetzt. Im Rahmen der ausbildungsintegrierten Sprachförderung, bei dem das Sprachlernen direkt aus den fachlichen Lernsituationen in der Ausbildung bzw. am Arbeitsplatz erfolgt, steht eine individuelle sprachliche und fachliche Entwicklung im Vordergrund.

Zusätzlicher Sprachunterricht kann über unsere hauseigene Sprachschule der F+U Academy of Languages mit jährlich ca. 12.000 Schüler*innen in allen Kurstufen, jederzeit angeboten werden.

Pflegefachfrau bei der Arbeit

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzungen:

Mittlere Reife oder Abitur

oder

Hauptschulabschluss oder gleichwertig 
und eine abgeschlossene mind. zweijährige Berufsausbildung
bzw. abgeschlossene Aus­bildung als Altenpflege- oder Krankenpflegehilfe

sowie

Gesundheitliche und persönliche Eignung

und

Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift

zur Bewerbung

Anmeldeunterlagen

  • Anschreiben mit Ort, Datum und Unterschrift versehen
  • Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift versehen 
  • Beglaubigte Kopie des Personalausweises (oder gültiger Aufenthaltstitel, ggf. Reisepass)
  • Beglaubigte Kopie des Schulabschlusszeugnisses der allgemeinbildenden Schule
  • Kopien von Praktikumsbescheinigungen, sofern vorhanden 
  • Falls bereits vorhanden, ein schriftlicher Nachweis über die Zuteilung eines Aus­bildungsplatzes in einer Einrichtung der ambulanten oder stationären Pflege
     
  • Bei Bewerbung mit Hauptschulabschluss (oder gleichwertig) zusätzlich: 
    - Beglaubigte Kopie BVJ/FSJ/einschlägige Tätigkeit
    - Beglaubigte Kopie des Berufsabschlusszeugnisses


Benötigte Unterlagen im Nachgang eines Vorstellungsgesprächs

  • Erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Schule oder Universität, keiner Behörde (im Original, bei Aus­bildungsbeginn nicht älter als 3 Monate)
  • Ärztliches Attest zur Bestätigung der gesundheitlichen Eignung (im Original, Vorlage wird im Vorstellungsgespräch ausgegeben und muss benutzt werden, bei Aus­bildungsbeginn nicht älter als 3 Monate)

 

Ausbildungsbeginn April: Bewerbungsfrist Ende Februar
Ausbildungsbeginn Oktober: Bewerbungsfrist Ende August

Infoveranstaltungen in Heidelberg

F+U Online-Info-Events

Zum Schutz unserer Interessentinnen und Interessenten bieten wir alle Infoveranstaltungen ab sofort als Online-Infoveranstaltung an!

Der virtuelle Meetingraum ist dauerhaft aktiv. Klicken Sie zum nächsten Termin und der entsprechenden Uhrzeit auf den Link. Der Moderator wird dazukommen und die Online-Infoveranstaltung starten.

Termine Online-Infoveranstaltungen:

 

Dienstag, 19.01.2021, 17.00 Uhr

Donnerstag, 04.02.2021, 17:00 Uhr

Hinweis: die hier aufgeführten Infoveranstaltungen gelten nur für die F+U Altenpflegeschule in Heidelberg.

Bei Fragen zu Infoveranstaltungen oder einem persönlichen Beratungstermin in Darmstadt wenden Sie sich bitte an Frau Kerstin Allroggen (Schulleiterin der F+U Fachschule für Altenpflege Darmstadt).

Bewerbung und Anmeldung zur Aus­bildung als Pflegefachmann/-frau

Wir freuen uns, wenn wir Sie für die Ausbildung als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann an unserer Berufsfachschule überzeugen konnten. Bei weiteren Fragen, z.B. zu den Berufsperspektiven in der Pflege, beraten wir Sie gerne. 

[Kerstin Allroggen (DA), Schulleitung F+U Berufsfachschule für Pflege Darmstadt]

 

Aktuell erreichen Sie unser Sekretariat täglich von 08:00 bis 12.00 Uhr!

Für die einfache Bewerbung und Anmeldung halten wir ein eigenes Bewerberportal bereit. 

Jetzt bewerben         E-Mail senden          Telefon: 06151 871914

Wir freuen uns, wenn wir Sie für die Ausbildung als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann an unserer Berufsfachschule überzeugen konnten. Bei weiteren Fragen, z.B. zu den Berufsperspektiven in der Pflege, beraten wir Sie gerne. 

 

Aktuell erreichen Sie unser Sekretariat täglich von 08:00 bis 12.00 Uhr!

Für die einfache Bewerbung und Anmeldung halten wir ein eigenes Bewerberportal bereit. 

Jetzt bewerben         E-Mail senden          Telefon: 06221 7050160

Kontakt bei Fragen zur Ausbildung

Für Fragen nutzen Sie bitte das Kontaktformular - wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen!

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