Arbeitserzieher Ausbildung: Die Weiterbildung in Heidelberg

Arbeitserzieher*in – sozialer Beruf mit Zukunft

Beruf Arbeitserzieher

Als Arbeitserzieher*in bringen Sie benachteiligten Menschen und Menschen mit Behinderung auf der Grundlage Ihrer Berufs- und Lebenserfahrung und Ihrer pädagogischen Aus­bildung den „Lebensbereich Arbeit“ näher.

Berufsfachschule auf einen Blick

Abschluss:

Arbeitserzieher*in – staatlich anerkannt

Dauer:

24 Monate

Beginn:

April und Oktober

Ort:

Heidelberg, F+U Bildungscampus

monatl. Gebühr

227,00 EUR

Arbeitserzieher*in – ein Beruf für viele Einsatzgebiete

Aufgrund ihres pädagogischen und psychologischen Wissens und ihrer kreativ-handwerklichen Fertigkeiten sind Arbeitserzieher*innen heute in allen Bereichen der Rehabilitation, Resozialisierung, Integration und Erziehung tätig.

Sie übernehmen u.a.:

  • Gruppenleitungen in Werkstätten für behinderte Menschen
  • arbeitstherapeutische Aufgaben in Fachkliniken für alkohol- und drogenabhängige sowie psychisch kranke Menschen
  • Tätigkeiten in Justizvollzugsanstalten und Einrichtungen der Jugendhilfe
  • die Rolle von Anleiter*innen in überbetrieblichen Aus­bildungsstätten tätig 


Neu ist ihre Tätigkeit in:

  • Schulen mit Ganztagsbetrieb
  • Maß­nahmen der Jugendberufshilfe 
  • Integrationsfachdiensten


Das Berufsfeld von Arbeitserziehern ist komplex und vielseitig. Im Vordergrund steht die pädagogische Förderung und therapeutische Unter­stützung durch Arbeit bzw. zur Arbeit. Einen schönen Einblick in den Arbeitsalltag einer Arbeitserzieherin in der Aus­bildung bietet dieses Video der Diakonie Deutschland

Für wen eignet sich unsere Aus­bildung als Arbeitserzieher*in?

Sie haben bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung und möchten Ihr bereits erworbenes Wissen in einer zusätzlichen Aus­bildung auch anwenden. Sie sind ein sozial engagierter Mensch und suchen ein erzieherisches Betätigungsfeld. 

  • Personen, die ihre handwerklichen oder andere berufliche Fertigkeiten in ein pädagogisches Arbeitsfeld einbringen möchten.
  • Berufserfahrene Menschen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können, aber die erworbenen Fachkompetenzen weiterhin einsetzen wollen.
  • Frauen und Männer, die nach der Familienphase wieder ins Berufsleben einsteigen wollen.

Das Video wird erst nach dem Klick auf das Youtube-Symbol geladen und abgespielt. Dazu baut ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Youtube-Servern auf. Mehr Informationen entnehmen Sie unserer ‌Datenschutzerklärung.


Bildungsplan zur Aus­bildung von Arbeitserzieherinnen und Arbeitserziehern in Baden Württemberg

BAG Bildungsplan als PDF öffnen

Verordnung des Sozialministeriums über die Aus­bildung und Prüfung an Berufsfachschulen für Arbeitserziehung
(Aus­bildungs- und Prüfungsverordnung Arbeitserziehung – APrOArbErz) 1) Vom 29. September 2014

APrOArbErz als PDF öffnen

Perspektiven als Arbeitserzieher*in

Berufsaussichten

Die Berufsaussichten für Arbeitserzieher*innen sind sehr gut, die Einsatzmöglichkeiten vielfältig (siehe unter Praktikum). So werden unsere Absolventen aufgrund ihrer Doppelqualifikation sowie ihrer persönlichen Reife und Lebenserfahrung bevorzugt in allen Bereichen der sozialen Arbeit eingestellt.

Die passende Beschäftigung finden

Beschäftigung finden Arbeitserzieher*innen in den unterschiedlichsten Einrichtungen der Resozialisierung und der Rehabilitation. Nach ihrer Weiterbildung müssen sich die Arbeitserzieher*innen meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie infrage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von der Resozialisierung über die Arbeit mit Menschen mit Behinderung bis hin zur Leitung arbeitstherapeutischer Werkstätten.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich: Arbeitserzieher*innen können z.B. eine eigene Rehabilitations- oder Resozialisierungseinrichtung gründen oder sich mit einem Dienstleistungsunternehmen im sozialen Bereich selbstständig machen.
(Quelle: u.a. Bundesagentur für Arbeit)

Praktikum

Fachpraktische Aus­bildung

Während der zweijährigen Aus­bildung finden zwei ausbildungsintegrierte Blockpraktika (7-9 Wochen) sowie ein Projektpraktikum in Kooperationseinrichtungen der Berufsfachschule statt.
Nach Abschluss der schulischen Aus­bildung und Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung absolvieren die geprüften Arbeitserzieher*innen in der Regel ein einjähriges Berufspraktikum zur Erlangung der staatlichen Anerkennung.

 Praktika können z.B. in folgenden Bereichen stattfinden:

  • Berufsförderungswerke/Berufsbildungswerke
  • Rehabilitationskliniken
  • Psychiatrische Krankenhäuser
  • Einrichtungen der ambulanten, teilstationären und stationären Jugendhilfe/Suchthilfe
  • Einrichtungen der Bewährungshilfe/des Strafvollzugs
  • Einrichtungen der Berufsvorbereitung für Kinder und Jugendliche
  • Einrichtungen für beschäftigungslose Jugendliche und Erwachsene/Arbeitsloseninitiativen
  • Werkstätten für Menschen mit psychischen Erkrankungen, körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen
  • Förderlehrgänge
  • Arbeitstherapeutische Bereiche der Altenhilfe
  • Schulen
  • ...

Inhalte der Aus­bildung

Erziehungswissenschaftlicher Lernbereich: Pädagogik mit Sonderpädagogik, Psychologie und Soziologie

Arbeitserzieherischer und arbeitstherapeutischer Lernbereich: Arbeitserziehung und Arbeitstherapie, Didaktik und Methodik

Handwerklicher und musisch-kreativer Bereich: Fertigungstechniken (Holz, Metall, Keramik, Textil) und kreative Bildung

Lernbereich Beruf und Gesellschaft: Deutsch-Gemeinschaftskunde-Ethik, Rechts- und Berufskunde, Betriebs­wirtschafts­lehre

Medizinischer Lernbereich: Psychiatrie, Neurologie, medizinisch pflegerische Grundlagen

Angeleitete Fachpraxis in mindestens zwei Tätigkeitsfeldern

 

Zusätzliche Qualifikationen

Gesprächsführung und Mediation in der pädagogischen Arbeit sowie ein hausinternes Zertifikat Arbeitspädagoge*in

Lust auf Probeunterricht?

Sie möchten sich ein noch genaueres Bild von unserer Berufsfachschule und dem Unterricht im Bereich der Arbeitserziehung machen? Kein Problem.

Gerne laden wir Sie zu ein bis zwei unverbindlichen Tagen als Gast-Schüler*in zu uns ein. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf – wir vereinbaren einen passenden Termin!

Kontakt aufnehmen

Eine weitere Gelegeneheit uns kennen zu lernen sind unsere Informationsveranstaltungen – Termine finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Informationsveranstaltungen


Ein klEInes Experiment

Kreativität, Teamfähigkeit und Team Building sind wichtige pädagogische Instrumente im Berufsalltag der angehenden Arbeitserzieher und -erzieherinnen. Aus diesem Grund und zur gelegentlichen Auflockerung des Schulalltags greifen unsere Dozenten*innen immer wieder auf kreative Arbeitsanweisungen zurück:  

So wurde unseren Schüler*innen bei der Arbeitsaufgabe „Eierverpackung“ die Besonderheit einer Assessmentaufgabe nähergebracht. Sie konnten sich in Kleingruppen ausprobieren und sich dem Problem innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit annehmen. Die Beobachtung und Beschreibung der Teil­nehmer*innen und ihrer Herangehensweise des Problems rundeten die Aufgabe ab.
Herausgekommen ist ein sehenswertes klEInes Video.

 

Das Video wird erst nach dem Klick auf das Youtube-Symbol geladen und abgespielt. Dazu baut ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Youtube-Servern auf. Mehr Informationen entnehmen Sie unserer ‌Datenschutzerklärung.

Dauer und Stundenumfang

Die 24-monatige Vollzeitausbildung umfasst insgesamt mindestens 2400 Stunden, davon 1800 Stunden fachtheoretischen Unterricht und 600 Stunden von der Schule angeleitete fachpraktische Aus­bildung in externen Einrichtungen (siehe unter Praktikum ⇧).

Der Unterricht findet montags bis freitags statt und umfasst in der Regel 6-8 Unterrichtsstunden.

Die Lehrgänge zum*r staatlich anerkannten Arbeitserzieher*in beginnen jeweils im April und Oktober 

  • 2-jährige theoretische schulische Aus­bildung und
  • 1-jähriges Berufspraktikum


Prüfung: Staatliche Abschlussprüfung nach zwei Jahren; Kolloquium zur staatlichen Anerkennung nach dem einjährigen Berufspraktikum


Ferien
Die Schulferien werden in Anlehnung an die Ferien in Baden-Württemberg gestaltet.

Qualität, Zertifizierung und Akkreditierung der Berufsfachschule

Zertifizierung
Die Aus­bildung an unserer Berufsfachschule ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001,

Akkreditierung
Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung – Arbeitsförderung – AZAV.

Staatliche Anerkennung
Die Aus­bildung an unserer Berufsfachschule ist staatlich anerkannt. Das zuständige Regierungspräsidium ist das RP Karlsruhe.

BAG-Mitglied

Die Berufsfachschule für Arbeitserziehung und -therapie ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Schulen für Arbeitserziehung (BAG).

 

Ziele der BAG

Ziel deses Zusammenschlusses aus 7 Schulen für Arbeitserziehung in ganz Deutschland ist die Weiterentwicklung des Berufs des bzw. der Arbeitserzieher*in, die Qualitätssicherung in der Aus­bildung, die Stärkung der Arbeitserziehung innerhalb der Sozialberufe.

Bewerbung und Voraussetzungen für die Zulassung

Realschulabschluss, Fachschulreife oder gleichwertiger Bildungsstand + abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung 

oder

Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsstand + abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung + zweijährige Berufstätigkeit

In begründeten Ausnahmefällen kann mit Einwilligung der Schulaufsichtsbehörde eine Sondergenehmigung erteilt werden.

zur Bewerbung

Anmeldeunterlagen

  • Tabellarischer Lebenslauf mit Passbild
  • 2 Passbilder
  • Geburtsurkunde im Original
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30a BZRG
  • Ärztliches Attest über die Berufseignung (Hausarzt)


Amtlich beglaubigte Kopien

  • Abschlusszeugnis der allgemeinbildenden Schule (vor der Berufsausbildung)
  • Abschlusszeugnis der berufsbildenden Schule
  • Zeugnis über Berufsabschluss (HWK oder IHK)
  • Tätigkeitsnachweise (bei Hauptschulabschluss mindesten 2 Jahre)

Finanzierung und Förderung der Aus­bildung

Die staatlich anerkannte Berufsausbildung zum bzw. zur Arbeitserzieher*in an der F+U Berufsfachschule wird vom Land Baden-Württemberg bezuschusst.

Auch wenn wir Ihnen gerne, z.B. bei unseren Informationsveranstaltungen, einen kurzen Einblick gewähren: Detaillierte Informationen zu den Möglichkeiten der Lehrgangsförderung (Bildungsgutschein) erhalten Sie durch die Berater*innen der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit/des Jobcenters.

Als weitere Beihilfen zur Finanzierung kommen in Betracht:

  • Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – ehemals Meister-BAföG
  • Schüler-BAföG (Altersgrenze: 27 Jahre)
  • Beihilfen des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr
  • Beihilfen der Renten-/Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften u.a)
  • Bildungskredit

Informationsveranstaltungen

Donnerstag, 18.07.2019, 15.00 Uhr

Donnerstag, 12.09.2019, 15.00 Uhr

Ihr Weg zu uns:
F+U Berufsfachschule für Arbeitserziehung und -therapie
im F+U Bildungscampus Heidelberg

Kurfürsten-Anlage 64-68, 69115 Heidelberg

Gebäudetrakt B (rechts vom Haupteingang) im 3. OG. Weitere Hinweise sind ausgeschildert.
Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hauptbahnhof Heidelberg.

Perönliches Gespräch vereinbaren:
Wenn uns Ihre Bewerbungsunterlagen vor der Informationsveranstaltung vorliegen, lernen wir Sie gerne im Anschluss persönlich kennen.
Bitte vereinbaren Sie hierfür zuvor einen Termin.

Kontakt und Bewerbung

Wir freuen uns, wenn wir Sie von der Aus­bildung als Arbeitserzieher*in überzeugen konnten. Bei weiteren Fragen, z.B. zu den Berufsaussichten als Arbeitserzieher*in, stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort. 

[Johanna Dunkl, Schulleiterin F+U Berufsfachschule für Arbeitserziehung und -therapie]

 

Bewerbung und Anmeldung über das F+U Bewerberportal

Für die einfache Bewerbung und Anmeldung halten wir ein eigenes Bewerberportal bereit. 

Jetzt bewerben         E-Mail senden          Telefon: 06221 7050110

Fragen zur Aus­bildung als Arbeitserzieher*in?

F+U Rhein-Main-Neckar gGmbH
Berufsfachschule für Arbeitserziehung und -therapie

Kurfürsten-Anlage 64-68

69115 Heidelberg