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» 05.09.2010 14:10

 Kurs Details

Pflegeassistent/in, staatlich geprüft

2-jährige Ausbildung in Vollzeit

Die Ausbildung zum/zur Pflegeassistent/in führt in einen eigenständigen Helferberuf. Pflegeassistenten übernehmen selbständig und eigenverantwortlich Tätigkeiten in stabilen Betreuungs- und Pflegesituationen im Bereich der Basisversorgung und unterstützen die Fachkraft bei der Durchführung ärztlich veranlasster therapeutischer und diagnostischer Verrichtungen.

Pflegeassistenten gehören zum Betreuungsteam und assistieren der Fachkraft (Altenpfleger/in, Heilerziehungspfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Kinderkrankenpfleger/in und Familienpfleger/in) bei der Ausübung ihrer qualifizierten Aufgaben.

Pflegeassistenten sind dazu befähigt, vielfältige Hilfsfunktionen der Unterstützung, Betreuung, Versorgung und Förderung der sozialen Teilhabe zu übernehmen. Sie bieten auf all diesen Gebieten Assistenz zur selbständigen Lebensführung.

Pflegeassistenten übernehmen in stationären und ambulanten Einrichtungen der Familien-, Alten-, Behinderten- und Krankenhilfe sowie in Privathaushalten pflegerische und betreuende Aufgaben, um Klienten bei der Bewältigung von Alltagssituationen zu unterstützen. Je nach individuellem Bedarf oder Arbeitsfeld steht die Betreuung, Förderung oder Versorgung im Vordergrund oder es überwiegt die Pflege.

Pflegeassistenten handeln nicht stellvertretend für die Betroffenen, sondern immer auf Wunsch des betreffenden Menschen und/oder unter Weisung und Anleitung einer entsprechenden Fachkraft.

Für diese Tätigkeiten der Unterstützung und Hilfe zur

selbständigen Lebensführung sind neben Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Gesundheitsförderung, der Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung, Umsicht und Engagement für Hilfebedürftige notwendig.

Die theoretische Ausbildung dauert zwei Jahre mit 1800 Stunden theoretischen und praktischen Inhalten.

Nachfolgend die Unterrichtsfächer mit ihren Lernfeldern:

Arbeits- und Beziehungsprozess

Berufliches Selbstverständnis entwickeln

Inhalte: Berufsbild, Lernen und Lerntechniken

Arbeitsorganisation/Handlungsprozess, Grundlagen

ethischen Handelns, Selbstpflege, rechtliche Aspekte

Beziehungen gestalten

Inhalte: Wahrnehmung und Beobachtung, Kommunikation und Interaktion, Beziehungsprozess, Gewalt

Unterstützung des Menschen in seiner Lebenswelt

Eigenständige Lebensführung von Menschen

Inhalte: Ernährung, Haushaltsorganisation, Wohnen, Betreuungs- und Hilfsdienste

Menschen alters- und gruppenspezifisch unterstützen

Inhalte: Lebenssituationen, alters- und gruppenspezifische Lebensgestaltung, Konzepte für die Betreuung und Begleitung dementer und geistig behinderter Menschen, Lebenswelten des Menschen

Pflege von Menschen in verschiedenen Lebensphasen

In stabilen Pflegesituationen pflegen und begleiten

Inhalte: Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Körperausscheidungen, Mobilisation, Besonderheiten der Pflege

Veränderte Pflegesituationen wahrnehmen und adäquat reagieren

Inhalte: Erste Hilfe, Mitwirkung bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, Beobachtung und Berichterstattung bei sich verändernden Pflegesituationen.

Der übergreifende Bereich umfasst die Fächer Deutsch, Fremdsprachen/Kommunikation, Mathematik, Politik, Sport und Religion. Am Ende der Ausbildung findet eine schriftliche Prüfung statt. Unterrichtszeiten sind in der Regel montags bis freitags von 8.00 bis 13.05 Uhr.

Die praktische Ausbildung

umfasst in den zwei Jahren 960 Stunden - in jedem Schuljahr 12 Wochen (2x6 Wochen im Block) in

  • ambulanten
  • teilstationären oder stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe, Alten- und Krankenpflege, Familienpflege

Kennen lernen des Praxisfeldes unter Berücksichtigung institutioneller und rechtlicher Rahmenbedingungen und fachlicher Konzepte.

Mitarbeiten bei der umfassenden und geplanten Pflege einschließ- lich Beratung, Begleitung, Betreuung und Mitwirken bei ärztlicher Diagnostik und Therapie unter Aufsicht.

Übernehmen selbständiger Projektaufgaben, z.B. bei der Tagesgestaltung oder bei der Gestaltung der häuslichen Pflegesituation. Führen des Ausbildungsbegleitheftes.

Die praktische Ausbildung wird in den Einrichtungen von den Praxisanleitern/innen und von den Lehrkräften der Schule betreut.

Die praktische Ausbildung erfolgt außerhalb des Schulunterrichts. Am Ende der praktischen Ausbildung findet die praktische Prüfung am Praxisort statt.

Gebühren:

Monatlich € 90 zzgl. € 150 Prüfungsgebühren.

Zugangsvoraussetzungen:

  • Hauptschulabschluss oder anderer gleichwertiger Bildungsstand
  • gesundheitliche Eignung
  • Interesse an pflegerischen, betreuenden sowie hauswirtschaftlichen Tätigkeiten

Anmeldung und Aufnahme:

Anmeldungen sind schriftlich erforderlich. Nach der Anmeldung erfolgt ein Vorstellungsgespräch.

Folgende Unterlagen müssen der Anmeldung beigefügt werden:

  • Lebenslauf
  • Schulabschluss-Zeugnis
  • Führungszeugnis Belegart N
  • Ärztliches Attest
  • Bescheinigung des Gesundheitsamtes § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz
  • Nachweis Impfschutz
  • Bescheinigung bisheriger Kinderkrankheiten

Abschluss:

Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung zum/zur Pflegeassistent/in ab.

Der Vorteil für Sie?

  • Eine fundierte, qualifizierte und praxisnahe praktische Ausbildung in einem Beruf mit Zukunft!
  • Erwerb des Sekundarabschlusses I - Realschulabschluss
  • Möglichkeit der weiteren Ausbildung in der Altenpflege, Heilerziehungspflege sowie Gesundheits- und Krankenpflege u.a.m.
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