» 05.09.2010 14:22

 Kurs Details

ErzieherIn - Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung, staatlich anerkannt

Erzieherausbildung mit Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik oder Tiergestützte Pädagogik

ErzieherIn - Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung, was für ein Beruf ist das?

ErzieherInnen mit dem Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung finden wir in allen pädagogischen Einrichtungen. Mit ihrem anspruchsvollen Profil sind sie gut gerüstet für die Arbeit in Jugendhilfeeinrichtungen. Häufig sind sie in betreuten Jugendwohngemeinschaften, Heimen, Kindertagesstätten, Jugendzentren oder auch in Kinder- und Jugendpsychiatrien tätig. Gern gesehen sind sie auch im Kindergarten, besonders aber in Waldkindergärten, weil sie hier sehr viele Erfahrungen einbringen können.

Die Ausbildung in Heidelberg an der F+U Fachschule für Sozialwesen der Fachrichtung Sozialpädagogik - ErzieherIn mit Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung befähigt dazu, selbständig und eigenverantwortlich Erziehungs-, Bildungs-, Förder-, Rehabilitations- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, müssen Erzieher/innen mit dem Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung über Fach- und Methodenkompetenz sowie über ausgeprägte Sozialkompetenz verfügen. Dies sind Fähigkeiten, die im Theorieunterricht und im Rahmen der angeleiteten Fachpraxis in enger Zusammenarbeit mit den Praxisstellen erworben werden können.

Wie lange ist diese Erzieherausbildung?

Sie dauert 24 Monate. An diese zwei Jahre schließt sich ein 1-jähriges Berufspraktikum an.

Welche Berufsaussichten habe ich als ErzieherIn - Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung?

Die Berufsaussichten für ErzieherInnen mit dem Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung sind gut. Sie können, wie erwähnt, in allen pädagogischen Bereichen tätig sein, werden aber in Zukunft noch stärker als bisher direkt in Familien mit sozialen Problemen arbeiten, was ein ganz besonders interessantes Arbeitsfeld ist.

Aufgrund der Zusatzausbildung in Erlebnispädagogik erhöhen sich auch die Chancen für eine spätere Tätigkeit in erlebnispädagogischen Jugend- oder in Auslandsprojekten.

Die Zusatzausbildung in Tiergestützter Pädagogik ermöglicht ihnen die Arbeit auf Jugendfarmen und Jugendhöfen. Auch im Heimbereich setzt man Tiere immer häufiger für die pädagogische Arbeit mit ein und braucht hierfür qualifiziertes Personal.

Welche Unterrichtsfächer erwarten mich in der Ausbildung?

Wöchentlich werden circa 32 Unterrichtsstunden angeboten. Die wichtigsten Fächer sind Pädagogik, Psychologie, Didaktik-Methodik sowie Medienpädagogik, wobei wir hier großen Wert auf den Umgang mit den neuen Medien legen.

Welche Projekte erwarten mich in der Ausbildung?

Wir bieten unseren TeilnehmernInnen, sowohl in als auch neben dem regulären Unterricht, zahlreiche Möglichkeiten, in Projekten Neues zu entdecken und das bisher Gelernte auszuprobieren.

  • Einführung in die systemische Gesprächsführung
  • Einführung in die Konfrontative Pädagogik / Gewaltprävention
  • Suchtpräventionswoche
  • In Rollenspielen erarbeiten Sie Aufbau und Durchführung von pädagogischen Angeboten.

Welche Zusatzqualifikationen kann ich in der Ausbildung erwerben?

An unserer Schule in Heidelberg können Sie schon während der Ausbildung eine Zusatzqualifikation erwerben. Sie können zwischen der Zusatzqualifikation in Erlebnispädagogik und der Zusatzqualifikation in Tiergestützter Pädagogik wählen. Beide Bereiche ergänzen sinnvoll Ihr professionelles Handeln als zukünftige/r Pädagoge/ Pädagogin. Die Zusatzqualifikationen Erlebnispädagogik und Tiergestützte Pädagogik werden jeweils durch die Fachschule zertifiziert und werden von pädagogischen Institutionen sehr geschätzt. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

Im Unterrichtsfach Erlebnispädagogik werden die theoretischen Grundlagen erlernt werden und die Teilnehmer üben, selbst Projekte vorzubereiten, zu organisieren und zu reflektieren. Ein umfangreiches Methodenpaket mit kooperativen Abenteuerspielen, Citybound, Natur- und Umweltpädagogik bereitet Sie auf anspruchsvolle berufliche Herausforderungen vor.

In reizvoller Umgebung außerhalb der Schule finden verschiedene erlebnispädagogische Projektwochen in folgenden Bereichen statt:

  • Klettern und Niedrigseilelemente
  • Geocaching
  • Kanutouren
  • Schneeschuhtour
  • Schneemobilbau

Zusatzqualifikation Tiergestützte Pädagogik

Im Unterrichtsfach Tiergestützte Pädagogik erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, Tiere sinnvoll in die pädagogische Arbeit zu integrieren. Sie bekommen umfassende Einblicke in die Reitpädagogik, die Ausbildung von Therapiehunden, aber auch den pädagogischen Einsatz verschiedener anderer Tierarten sowie die Beziehungsgestaltung zwischen Mensch und Tier.

In verschiedenen Projektwochen und Workshops erfahren und probieren Sie selbst die tiergestützte pädagogische Praxis, z. B. im:

  • Reiterhofprojekt
  • Jugendfarmprojekt
  • Therapiehundeschule
  • Zooschule

Fachhochschulreife

TeilnehmerInnen, die die Fachhochschulreife erwerben möchten, können dies, indem sie Zusatzstunden in Deutsch, Mathematik und Englisch belegen.

Wer lehrt an der Fachschule für ErzieherInnen mit Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung?

Wir legen bei unserem Dozententeam besonderen Wert auf Praxiserfahrungen. Die meisten unserer Kollegen haben vor oder während ihrer Dozententätigkeit in Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendämtern oder anderen Praxisstellen gearbeitet und bringen so frischen Wind aus der Praxis in den Unterricht.

Wie gestaltet sich der praktische Anteil der Ausbildung?

Im Rahmen der zweijährigen Ausbildung gibt es zwei Praxisphasen: Das 9-wöchige sozial-pädagogische Praktikum und das Tagespraktikum.

Diese Praktika geben Gelegenheit, das theoretische Wissen situationsbezogen anzuwenden und die eigene Handlungs- und Sozialkompetenz mit Hilfe der Mentoren in den Einrichtungen vor Ort kritisch zu reflektieren.

Wie liegen die Ferien?

Schulferien gibt es bei uns in Anlehnung an die Ferien in Baden-Württemberg und somit gibt es genug Zeit, sich von den Unterrichtsstunden - Montag bis Freitag in der Regel 6-8 Stunden - zu erholen.

Wann geht's los?

Die neuen Klassen starten jährlich im Oktober.

Wer leitet die Fachschule?

Petra Michaelis, Diplomsozialpädagogin u. Systemische Familientherapeutin

Wohnungssuche - Wer kann helfen?

Die Schule hilft gerne bei der Wohnungssuche oder vermittelt Wohnheimplätze im Raum Heidelberg.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Mittlere Reife und 1-jähriges Vorpraktikum (Zivildienst möglich) oder Abschluss eines Berufskollegs; bei Abitur ist eine Verkürzung des Vorpraktikums möglich.

BewerberInnen, die bereits eine Ausbildung in einem Gesundheits- oder Sozialberuf abgeschlossen haben, müssen kein Vorpraktikum mehr nachweisen.

Wie sollte meine Bewerbung aussehen?

Sie sollte beinhalten: Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf, Lichtbild, beglaubigte Kopie des Schulzeugnisses und des Praktikumszeugnisses, polizeiliches Führungszeugnis, Geburtsurkunde und ein ärztliches Gesundheitszeugnis über die Berufseignung.

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